Start › Foren › Community › Erfahrungen & Empfehlungen › Panikattacken – was hat euch wirklich geholfen?
- Dieses Thema hat 3 Antworten sowie 4 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 1 Woche, 1 Tag von Tom2026 aktualisiert.
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23. September 2026 um 7:26 Uhr #1280der_MarkusTeilnehmer
Hey, ich weiß nicht so recht wie ich anfangen soll… Ich hab seit etwa einem halben Jahr immer wieder Panikattacken, meistens nachts oder wenn ich im Supermarkt bin. Herz rast, Schwindel, das Gefühl ich krieg keine Luft mehr. Hab beim Arzt alles gecheckt, körperlich ist alles okay. Er meinte, ich soll mal Entspannungsübungen probieren aber ehrlich gesagt hab ich da noch nicht viel Erfolg gehabt. Wollte mal fragen ob jemand von euch ähnliches kennt und was euch tatsächlich geholfen hat? Ich bin gerade etwas ratlos.
24. September 2026 um 10:50 Uhr #1281Nordlicht_SinaTeilnehmerDas kenn ich leider zu gut, hab das vor ein paar Jahren auch durchgemacht. Was mir kurzfristig wirklich geholfen hat war die 4-7-8 Atemtechnik – klingt banal, aber wenn man die regelmäßig übt und dann im Moment der Panik abruft, kann das echt was bewegen. Einfach 4 Sekunden einatmen, 7 halten, 8 ausatmen. Dauert eine Weile bis man’s drauf hat, aber es hat bei mir die Attacken tatsächlich kürzer gemacht.
Ansonsten hat mir geholfen, die Situationen nicht mehr zu vermeiden sondern mich langsam wieder reinzutrauen. Beim Supermarkt zum Beispiel erstmal nur kurz rein, dann länger. Stichwort Exposition. Klingt erstmal komisch, aber das Vermeiden macht’s auf Dauer schlimmer.
25. September 2026 um 9:16 Uhr #1282Kristin_HTeilnehmerJa, das mit dem Vermeiden stimmt leider. Ich hab das auch so erlebt, irgendwann war mein Aktionsradius total geschrumpft ohne dass ich’s richtig gemerkt hab.
Was mir langfristig am meisten gebracht hat war eine Verhaltenstherapie. Ich weiß, Therapeutenplätze sind gerade der Horror, aber es hat sich für mich wirklich gelohnt. Ich hab damals bei der Suche auch online geschaut und dabei unter anderem die Seite psychotherapie-eigenzeit.de gefunden, die hatte ganz gute Infos dazu wie man gezielt vorgeht und was man in der Zwischenzeit selbst tun kann. Hat mir geholfen, die Wartezeit irgendwie zu überbrücken.
Gib nicht auf – das klingt so eine Floskel, aber es wird wirklich besser wenn man dranbleibt.
26. September 2026 um 15:35 Uhr #1283Tom2026TeilnehmerErgänzend noch: ich hab damals auch angefangen, ein kurzes Tagebuch zu führen – wann die Attacke kam, was davor war, wie lange sie gedauert hat. Klingt erstmal nervig aber man erkennt oft Muster, die man vorher gar nicht gesehen hat. Bei mir war’s oft Schlafmangel kombiniert mit Stress, sobald ich das verstanden hatte konnte ich zumindest ein bisschen gegensteuern.
Und was Kristin sagt mit der Therapie – da kann ich nur zustimmen. Selbsthilfe ist gut für den Anfang, aber bei regelmäßigen Attacken über Monate würd ich das wirklich ernsthaft angehen.
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