Start › Foren › Community › Erfahrungen & Empfehlungen › ADHS mit 34 diagnostiziert – bringt Coaching da überhaupt was?
- Dieses Thema hat 3 Antworten sowie 4 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 3 Wochen, 6 Tagen von Tom2026 aktualisiert.
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22. September 2026 um 10:34 Uhr #968der_MarkusTeilnehmer
Hey, ich bin vor ein paar Monaten mit ADHS diagnostiziert worden, mit 34. Irgendwie erleichtert, weil endlich alles einen Sinn ergibt, aber gleichzeitig total überfordert. Medikamente hab ich angefangen, aber ich merke, dass das allein nicht reicht. Ich schaff es immer noch nicht, meinen Alltag vernünftig zu strukturieren, Deadlines einzuhalten, sowas halt.
Jetzt überlege ich ob Coaching wirklich hilft oder ob das eher so ein Placebo-Ding ist. Hat das jemand von euch gemacht? Und falls ja – hat sich der Aufwand und das Geld wirklich gelohnt? Bin für alle Erfahrungen dankbar.
23. September 2026 um 2:15 Uhr #969Nordlicht_SinaTeilnehmerIch kenn das Gefühl, spät diagnositiziert zu werden und dann erstmal so ein bisschen lost zu sein. Bei mir war es mit 29.
Also ich würde sagen: Coaching ist kein Wundermittel, aber wenn du die richtige Person findest, kann es echt viel bewegen. Der Unterschied zu Therapie ist ja, dass es sehr praktisch ist – also wirklich konkrete Strategien für den Alltag, nicht nur über Gefühle reden. Mir hat es geholfen zu verstehen warum ich bestimmte Dinge immer wieder sabotiere. Das klingt banal, aber alleine drauf kommen ist schwer wenn das Gehirn halt so tickt wie unseres.
Was hilft, ist vorher genau zu schauen dass der Coach wirklich Ahnung von ADHS hat und nicht einfach nur allgemeines Life-Coaching macht. Das ist ein riesiger Unterschied.
24. September 2026 um 15:41 Uhr #970Kristin_HTeilnehmerIch hab letztes Jahr damit angefangen und war ehrlich gesagt auch skeptisch am Anfang. Für mich war der größte Gamechanger, dass ich endlich aufgehört hab mir einzureden ich bin einfach „faul“ oder „chaotisch“. Das klingt vielleicht doof, aber wenn dir jemand mit Fachkenntnis erklärt wie dein Gehirn funktioniert und dann gemeinsam mit dir Wege findet, dann ist das was anderes als Selbsthilfebücher lesen.
Ich hab damals über ADHS Coaching gebucht und fand den Einstieg unkompliziert. Zumindest war die erste Orientierung hilfreich um zu schauen was ich überhaupt brauche.
Wie Sina sagt – schau wirklich drauf dass der Coach ADHS-spezifisch arbeitet. Allgemeines Produktivitäts-Coaching bringt bei uns meistens wenig weil die Standardtipps schlicht nicht funktionieren.
26. September 2026 um 6:32 Uhr #971Tom2026TeilnehmerKurz von mir dazu: Medikamente + Coaching ist für viele die beste Kombi, das hab ich von mehreren Leuten gehört. Medikamente schaffen quasi das Fenster, Coaching hilft dir was draus zu machen. Allein mit Pillen ändert sich nämlich nicht automatisch das Verhalten das man jahrelang so antrainiert hat.
Gib dir Zeit, du bist ja erst ein paar Monate drin. Das hier ist ein Marathon, kein Sprint.
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