Kunststofffenster bieten viel Gestaltungsspielraum

kirkandmimi / Pixabay

Wer sich für den Kauf neuer Fenster interessiert, hat die Qual der Wahl: Kunststofffenster, Holzfenster, Aluminiumfenster oder sogar Kombinationen aus diesen Materialien sind denkbar. Da stellt sich schnell die Frage, welches Fenster für den eigenen Bedarf am sinnvollsten ist. Wer sich nach den Verkaufszahlen umsieht, wird schnell feststellen, dass Kunststofffenster die absoluten Renner sind, denn sie bieten viele Vorteile im Vergleich zur „Konkurrenz“.

Vorteile von Kunststofffenstern

Für viele Eigenheimbesitzer oder Häuslebauer, die die kompletten Fenster austauschen wollen, ist der Preis entscheidend und der ist beim Kunststofffenster im Vergleich zum Holz- oder Aluminiumfenster natürlich unschlagbar. Schließlich ist Kunststoff ein sehr preiswerter Rohstoff, noch dazu lässt er sich sehr gut verarbeiten, was wiederum dazu führt, dass auch die Produktionskosten geringer ausfallen.

Ein zweiter entscheidender Faktor ist die Formgebung. Kunststofffenster können preisgünstig in vielen verschiedenen, auch ausgefallenen Formen hergestellt werden. Asymmetrische Fenster oder Rundbogenfenster lassen sich aus Kunststoff sehr einfach herstellen, bei Holzfenstern sind diese kaum bis gar nicht möglich.

Gesetzlich vorgeschrieben ist für neue Fenster zudem ein entsprechender Wärmeschutz. Der lässt sich zum Beispiel durch die Mehrfachverglasungen realisieren, die seit Jahren Standard sind. Aber auch das Rahmenprofil entscheidet mit. Bei den modernen Kunststofffenstern sind im Rahmen fünf bis sechs Luftkammern integriert, die den Wärmeschutz des gesamten Fensters verbessern. So können sie hier durchaus mit Holz- und Aluminiumfenstern mithalten.

Nicht zuletzt überzeugt die lange Lebensdauer der Kunststofffenster gepaart mit ihrer vielseitigen Gestaltbarkeit. Durch Aufsatzschalen oder Dekorfolien können Kunststofffenster in den unterschiedlichsten Farbgebungen realisiert werden. Auch Dekore, die an die Holzoptik erinnern, sind denkbar. Gleichzeitig kann man aber auf den hohen Pflegeaufwand für klassische Holzfenster verzichten, da Kunststofffenster keine regelmäßigen Schutzanstriche und Co. benötigen.

Wärmedämmung ist entscheidend

jill111 / Pixabay

Entscheidend beim Kauf neuer Fenster ist und bleibt die Wärmedämmung, da schon die Energieeinsparverordnung (EnEV) vorschreibt, dass in Neubauten bestimmte Grenzwerte eingehalten werden müssen. Dabei ist der U-Wert die wichtigste Größe. Er wird auch als Wärmedurchgangskoeffizient bezeichnet und beschreibt, wie viel Wärme pro Quadratmeter Fensterfläche verloren geht. Als Faustregel gilt: Je geringer der U-Wert, desto besser die Wärmedämmung.

Die EnEV schreibt einen U-Wert von maximal 1,3 W/m²K vor, wenn ein neues Haus mit Fenstern ausgestattet wird oder im Altbau mehr als 20 Prozent der Fenster ausgetauscht werden. Für ein Passivhausfenster gilt ein Grenzwert von 0,8 W/m²K. Über diesem Wert darf es sich nicht als Passivhausfenster bezeichnen. Mittlerweile sind die Fensterbauer aber soweit, dass sie, mit einigen Zusatzoptionen, selbst diese Grenzwerte noch deutlich unterschreiten können.

Die Mehrkosten halten sich dabei im Rahmen, so dass es überlegenswert ist, die Grenzwerte deutlich zu unterschreiten, um im Vorfeld für weitere Verschärfungen der EnEV gewappnet zu sein und nicht gleich wieder in neue Fenster investieren zu müssen.

Weitere Schutzeigenschaften von Kunststofffenstern

Darüber hinaus können Kunststofffenster auch als Einbruchschutz- oder Schallschutzfenster ausgeführt werden. Gerade der Einbruchschutz ist besonders wichtig, da die meisten Einbrecher über unzureichend gesicherte Fenster und Terrassentüren in fremdes Eigentum gelangen. Mittlerweile gibt es sogar Anbieter, die einen Basis-Einbruchschutz bereits serienmäßig und ohne Aufpreis anbieten.

Free-Photos / Pixabay

Ebenso können die Kunststofffenster mit einer speziellen Schallschutzverglasung versehen werden. Gerade in Regionen mit hohem Geräuschpegel (Hauptverkehrsstraßen, Einflugschneise des Flughafens usw.) können Schallschutzfenster zu deutlich mehr Wohnkomfort führen.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten