Energieausweis – was ist das?

Neubau mit Energieausweis
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Rund um ein Gebäude und um die Bauweise gibt es eine Reihe von Begriffen, die oft gar nicht so ganz zugeordnet werden können. Ein gutes Beispiel dafür ist ein Energieausweis. Viele Hausbesitzer oder zukünftige Besitzer müssen sich dann erst einmal erkundigen, was genau dahinter steckt. Ein Energieausweis bewertet ein Gebäude energetisch. Es handelt sich dabei um ein Dokument. Genauer gesagt spricht ein solcher Energieausweis daher davon, wie viel Energie ein Gebäude verbraucht. Das hängt von der Bauweise und in ganz besonderem Maße von der Dämmung ab. Die Dämmung entscheidet mit darüber, welchen Energieausweis ein Bauwerk besitzt und wie viele Emissionen ein Gebäude abgibt.

Die Emissionen spielen beim Verbrauchen von Energie genau wie bei den Auswirkungen auf die Umwelt eine Rolle. Das ganz klare Ziel ist schließlich ein Einsparen von Energie. Dafür gibt es verschiedene Verordnungen genau wie Förderungen für einen geringeren Energieverbrauch. Ältere Gebäude haben ohne Dämmung eine deutlich höhere Emission als moderne Bauwerke, die unter aktuellen Standards erbaut wurden.

Wer wirklich einen Energieausweis benötigt

Es handelt sich beim Energieausweis ganz klar nicht um ein optionales Dokument. Ganz im Gegenteil: Der Energieausweis ist für alle Verkäufer von Immobilen genau wie für Vermieter von neuen Immobilien Pflicht. Ohne diesen Ausweis der Emissionen und des Energieverbrauchs des Bauwerks geht es daher nicht. Es geht dabei soweit, dass eine Wohnungsanzeige nicht ohne die Nennung von ganz bestimmten Daten aufgegeben werden darf. Diese Daten müssen daher in der Anzeige gefunden werden und ein Vermieter oder Verkäufer sollte unbedingt darauf achten.

Es geht dabei bei dem Energieausweis noch ein wenig weiter. Denn vor der wirklichen Entscheidung für eine Immobilie müssen sowohl Mieter als auch Käufer über die Inhalte des Energieausweises informiert werden. Gerade bei einem Kauf kann es daher durchaus vorkommen, dass die Inhalte aus diesem Dokument auch mal gegen einen Kauf sprechen. Schließlich handelt es sich bei dem genauen Energieverbrauch und bei den abgegebenen Emissionen um wichtige Werte. Diese spielen in der Zukunft ganz deutlich mit in die genauen Kosten für die Heizung und in die Wärmeabgabe mit hinein. Ein schlecht oder kaum gedämmtes Haus bedeutet für einen Käufer in der nahen Zukunft einige Veränderungen. Diese sind mit recht viel Arbeit verbunden und trotz aller Forderungen auch mit einigen Kosten. Ein Energieausweis ist daher für Mieter genau wie für Vermieter und für Käufer ebenso wie für Anbieter einer Immobilie von Interesse.

Die Details zum Energieausweis in Kurzform:

  • Angehende Vermieter und Verkäufer von Immobilien brauchen zwingend einen Energieausweis
  • In einer Verkaufsanzeige muss genau wie in eine Anzeige für eine Vermietung das eine oder andere Detail vom Energieausweis genannt werden
  • Vor der Entscheidung für eine Wohnung oder ein Haus müssen die Kerndaten aus dem Energieausweis mitgeteilt werden. Das stellt manchmal auch eine Entscheidung gegen eine Immobilie dar.
  • Bei einer Nutzfläche von weniger als 50 Quadratmetern ist kein Energieausweis erforderlich
  • Ein Ausweis wird nur bei einem Wechsel von Eigentümern und Mietern benötigt. Findet ein solcher Wechsel nicht statt und ist auch nicht geplant, ist kein Energieausweis nötig.

Der Energieausweis vom Architekten

Architekten bei der Planung
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Da der Energieausweis Pflicht ist, müssen Besitzer von zukünftigen Häusern und Wohnungen diesen auch anfordern. In der Regel stellt der Architekt dieses Dokument aus. Es ist die Pflicht von jedem Bauherren, dass dieses Dokument auch wirklich vorhanden ist. Bei einer Sanierung ist dieser Ausweis ebenfalls wichtig und zeigt dann auch die veränderten Daten nach der Sanierung. Wichtig ist ein Energieausweis aber nur bei einem Wechsel der Besitzer oder Nutzer. Bleibt das erbaute Gebäude immer im eigenen Besitz und wird von niemand anderem genutzt, muss kein Energieausweis vorhanden sein.

Die verschiedenen Typen von einem Energieausweis

Grundsätzlich wird bei einem Energieausweis eigentlich nur in zwei verschiedene Typen unterschieden. Der eine ist der Bedarfsausweis und der andere der Verbrauchsausweis. Bei einem Bedarfsausweis geht es um den theoretischen Energieverbrauch von einer Immobilie. Dieser ist dann bedarfsbasiert und wird aufgrund des angenommenen Energieverbrauchs berechnet. Anders ist der Fall bei einem Verbrauchsausweis. Denn bei diesem geht es um den tatsächlichen Energieverbrauch. Dieser wird aufgrund der Daten des Verbrauchs erstellt. Allerdings kann nicht bei jedem Bauwerk auch einer von beiden Typen genutzt werden. Es hängt also auch noch einmal von der Art des Gebäudes ab, welcher Typ genau zulässig und möglich ist.

Es handelt sich beim Energieausweis somit um ein wichtiges Dokument. Dieses ist gerade bei zukünftigen Verkäufen und beim Vermieten von größerer Bedeutung. Wichtig ist, dass die Pflicht einen solchen zu besitzen nicht verletzt wird. Welcher Energieausweis genau in Frage kommt, hängt somit auch noch einmal vom Gebäude an sich ab. Es gibt dabei verschiedene Bedingungen, die zu erfüllen sind. Einen Energieausweis stellt daher immer ein Experte aus. Dieser sollte sich gut mit der Materie auskennen. Die Daten von einem ursprünglich ausgestellten Energieausweis verändern sich zum Beispiel dann, wenn eine Sanierung durchgeführt wird. Es ist also sinnvoll, früh genug alle Daten zu prüfen und zu überlegen, welcher Typ von einem Energieausweis für das Gebäude der passende ist.

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